Guter Tag für den Landkreis

Mit insgesamt 37.500 Euro unterstützt die Bayerische Landesstiftung drei Sanierungsmaßnahmen historischer Baudenkmäler im Landkreis Schwandorf.  Das teilte die CSU-Landtagsabgeordnete Marianne Deml heute in einer Presseerklärung mit. Demnach beschloss der Stiftungsrat in seiner Sitzung vom 10.12.2007 in München, die Sanierung und Sicherung der Kirchhofmauer der Kath. Kirchenstiftung Schwarzhofen, den Umbau und die Sanierung des Anwesens Marktplatz 6/8 in Bruck sowie die Sanierung der Burgruine Loch in Nittendorf zu fördern. „Das ist ein guter Tag für unsere Oberpfälzer Kultur“, freute sich Marianne Deml, die alle drei Förderanträge der Gemeinden unterstützt hat.

 

20 000 Euro für die wehrhafte Kirchenmauer in Schwarzhofen

Über die größte Fördersumme durch die Bayerische Landesstiftung kann sich die Katholische Kirchenstiftung in Schwarzhofen im Landkreis Schwandorf freuen. Die Sicherung der baufälligen Kirchenmauer der Pfarrkirche St. Laurentius, die auf das 15. Jahrhundert zurück geht, wird mit rund 20 000 Euro aus dem Topf der Landesstiftung bezuschusst. Die mächtige Quader- und Bruchsteinmauer, die den Kirchhof zur steil abfallenden Flussseite hin abfängt, wurde vom Amt für Denkmalschutz als überregional bedeutsames Baudenkmal eingestuft, das eine behutsame Sanierung dringend benötigt. Die Gesamtkosten von 161 765 Euro werden bis zu 40 Prozent von der Diozöse Regensburg finanziert. Weitere Kostenübernahmen sind bei der Gemeinde, dem Landkreis und dem Bezirk beantragt.

 

Zeugnis des historischen Postwesens – Zuschuss für ehemaliges Wirtshaus in Bruck

Der ursprüngliche Brauerei-Gasthof zur Post in Bruck im Landkreis Schwandorf, der gerne von lokalen Vereinen für kulturelle Veranstaltungen genutzt wird, soll ebenfalls als herausragendes Baudenkmal erhalten werden. Dafür bewilligte der Sitzungsrat einen Zuschuss in Höhe von 15. 000 Euro. Bei den Umbau- und Instandsetzungsmaßnahmen soll besonders auf die imposanten Dachtragewerke des Anwesens am Marktplatz 6/8 gelegt werden, die aus der Barockzeit stammen. „Die beiden giebelständigen Halbwalmbauten aus dem 18. Jahrhundert mit großer Durchfahrt in den Wirtschaftshof prägen den Marktplatz entscheidend und geben Zeugnis von der Bedeutung des Postwesens in vorindustrieller Zeit“, heißt es dazu in der Stellungnahme Stiftungsrates. Die Baukosten belaufen sich auf rund 2.519 000 Millionen Euro. Davon entfallen über 919 000 Euro auf die Städtebauförderung, jeweils 15 000 Euro gewähren das Landesamt für Denkmalpflege sowie die Bayerische Landesstiftung und 1.570 000 Millionen Euro auf Eigenmittel.

 

Reste der ursprünglichen Höhlenburg bei Nittendorf kulturhistorisch wertvoll

Um die Burgruine Loch im Markt Nittendorf im Landkreis Regensburg als Baudenkmal zu erhalten, sind eine Reihe vorbereitender Sanierungsmaßnahmen nötig, die von der Bayerischen Landesstiftung jetzt mit 2.500 Euro bezuschusst werden. Insgesamt belaufen sich die Sanierungskosten auf 38 600 Euro. Den größten Anteil schultert das Landesamt für Denkmalpflege mit 24 875 Euro, der Bezirk gewährt 2 725 Euro und auf den Markt Nittendorf entfallen laut Finanzierungsplan 8.500 Euro. Die Burg Loch wurde als Besitz des Geschlechts der Rammelsteiner um 1400 erstmals erwähnt und gilt heute als eines der wenigen Beispiele einer Höhlenburg im süddeutschen Raum. Der runde  Bergfried ist aus geschichtetem Bruchsteinmauerwerk errichtet und besitzt im oberen Bereich gotische Fensteröffnungen. Die Reste der über 600 Jahre alten Burg Loch gelten aus kulturhistorischer und denkmalpflegerischer Sicht als besonders wertvoll.